Analphabetismus
Lesen und Schreiben sind als zentrale Kulturtechniken anzusehen, die zur Informationsbeschaffung und zur Kommunikation genutzt werden können. Im Zeitalter der modernen Medien verliert die Schriftsprache keineswegs an Bedeutung. Ausreichende Lesefertigkeiten sind nun vielmehr die Voraussetzung für die Zugriffsmöglichkeit auf globale Informationsnetze, wie zum Beispiel das Internet.
Nicht zuletzt die PISA-Studien zeigen, dass es trotz schulischer Fördermaßnahmen bislang nicht möglich ist, den Analphabetismus in der westlichen Wissensgesellschaft zu beseitigen. Die Ursachen sind vielfältiger Natur. Zudem gibt es auch Zusammenhänge mit einer Rechenschwäche (Dyskalkulie) und Defiziten in der Orientierung im Alltag (Zeit, Währung, Ort, ...).
Als eine der Ursachen von Analphabetismus wird eine anfängliche Lese-Rechtschreibschwäche (Legasthenie) angesehen. Hier können Sie mehr zum Thema lesen.
Die Terminologie unterscheidet zwischen drei Ausprägungen des Analphabetismus:
Primärer Analphabetismus: Die Betroffenen erhielten keine Schulbildung und können nicht Lesen und Schreiben.
Sekundärer Analphabetismus: Die Betroffenen gingen zur Schule. Es entstand jedoch durch soziale, familiäre, individuelle (motivationale) und/oder unterrichtsmethodische Verursachungen ein eklatanter Lernrückstand, der dazu führte, dass die Betroffenen das Lesen und/oder Schreiben weitgehend wieder verlernten bzw. vergaßen.
Funktionaler Analphabetismus (Tertiärer Analphabetismus): Während der Schulzeit entstand durch soziale, familiäre, individuelle (motivationale) oder unterrichtsmethodische Verursachung ein Lernrückstand, der dazu führte, dass die Betroffenen zu wenig lesen können (Informationen aus Texten entnehmen) und/oder nicht ausreichend schreiben können (Texte selbst verfassen oder z.B. Formulare ausfüllen).
Hier können Sie mehr zum Thema "Analphabetismus" lesen.
Hier können Sie die Literaturliste zum Thema "Analphabetismus" downloaden.
Hier bekommen Sie einen Überblick über die PISA-Studien.
Die PIRLS-Studie gibt einen Überblick über die Lesefertigkeiten der Volksschülerinnen und -schüler.
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